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Asyl Spas
Sie wollen überleben und tun alles dafür.
Sie verkriechen sich in Hausritzen,
laufen um ihr Leben.
Es wird auf sie geschossen,
Giftköder werden ausgelegt
für den manchmal unerträglichen Hunger.
Sie werden mit Schlingen um den Hals gefangen,
mit Steinen beworfen.
Sie zittern vor Angst.
Darum kann Tierschutz nicht vor Grenzen enden,
weder in unseren Köpfen noch vor Landesgrenzen.
Denn Mitgefühl und Verantwortung sind in uns allen.
Einst schrieb Jasnica Mackovic, Gründungsmitglied der Lesika Hundehilfe:
Öffnet sich das große, grüne Tor und betritt man das Asyl, wird man herzlich und voller Freude und Aufregung empfangen – von den Tierschützern, vor allem aber von der Begrüßungsgruppe der „Willkommenshunde“. Jetzt ist man mittendrin: Hunde, Hunde und nochmals Hunde, alle wuseln sie umher, möchten gestreichelt und beachtet werden. Große, aufgeregte, freudige, liebevolle Augen schauen einen an und sagen doch alle das gleiche: „Ich will wieder zu euch Menschen gehören – geliebt, respektiert und behütet. Freude und Liebe schenken und mein Herz und meine Seele wieder für euch Menschen öffnen dürfen!“

Es wird einem schwer ums Herz. All diese Hoffnung, diese Bitten um Liebe und Zuneigung sind überwältigend. So gerne würde man sie alle an sein Herz drücken und ihr Leben mit dem füllen, wonach sie sich so sehr sehnen, nach Liebe, Sicherheit und Geborgenheit. Ein Leben, das jeder von ihnen verdient hätte, denn sie sind unsere besten Freunde und sie lieben uns Menschen! Manchmal sogar zu sehr. Sie trauern ihrer Vergangenheit nach, auch wenn es keine gute war. Das nennen wir Menschen „Treue“ und davon zeigen die Hundeseelen hier sehr viel.
Jedes Mal, wenn ich das Asyl Spas betrete, ist mein Herz in Aufruhr: voller Liebe, Vertrauen und Hochachtung diesen wunderbaren Geschöpfen gegenüber, die uns Menschen immer noch und immer wieder so viel Liebe entgegenbringen, Liebe mit Freude, Temperament, Offenheit, Freundschaft, manchmal auch mit Verletztheit, Schüchternheit, Angst, aber immer mit großer Bereitschaft und Zuversicht. Sie möchten uns Menschen wieder eine Chance geben und ihr Herz für uns zu öffnen.
Was sich in den Jahren danach entwickelte und was unverändert blieb, schildert Jasnica Mackovic von der Lesika Hundehilfe Varazdin e.V. im März 2015:
Auch heute, fünf Jahre später, gehe ich jedes Mal zugleich voller Aufregung, Freude, Trauer und Dankbarkeit durch das grüne Tor hinein zu den so vielen Hunden in ihren Gruppen und Gehegen. Ich bin dankbar für all das, was in den vergangenen Jahren geschaffen worden ist für unsere besten Freunde, die Hunde, die in großer Not, oft sogar in Lebensgefahr waren, bevor sie im Asyl Spas ankamen: zum Beispiel zusätzliche, bessere Gehege, ein ruhiges Haus für alte Hunde, eigene Bereiche für Hundemütter mit Welpen, ein neuer Eingangsbereich mit Lager und neue Abwasserrohre.
Dafür danke ich aus der Tiefe meines Herzen jedem einzelnen Unterstützer, ohne die das alles niemals möglich geworden wäre, und vor allem meinen persönlichen Helden, den Tierschützern vor Ort: Goga, Präsidentin des Asyl Spas, und ihrem unermüdlichen, wundervollen Team, die um jedes Tierleben kämpfen. Das Asyl Spas ist mittlerweile das größte Hundeasyl in Kroatien geworden. Leider wurde die Not im Asyl dadurch nicht kleiner: Durch viele Tierschutzaktionen, die Medienarbeit mit Fernsehen, Radio und Presse, durch öffentliche Kastrationsaktionen und Besuche von Schulen und Kindergärten stieg der Bekanntheitsgrad des Asyls stark an. Doch als Folge davon wurden den Tierschützern mehr schwer verletzte Hunde als jemals zuvor gebracht.
Darum engagiere ich mich sehr gerne bei der Lesika Hundehilfe. Ich wünsche dem Team von Herzen viel Erfolg, denn das Asyl Spas braucht jede zusätzliche Hilfe und Unterstützung im täglichen Überlebenskampf um in Not geratene vierbeinige Freunde. Die wundervollen Augen dieser Hunde erzählen so viel. Wenn wir sie wirklich anschauen, hören wir ihre Seelen sprechen.
Sie warten auf ihre Menschen...
Wir brauchen Ihre Hilfe
Unser Spendenkonto
Lesika Hundehilfe Varazdin e.V.
Sparkasse Langen-Seligenstadt
IBAN: DE84 5065 2124 0014 1211 31
oder Paypal
Mail: kontakt@lesika-hundehilfe.de
bitte Paypal Freunde verwenden
Ein Zuhause verändert alles
Ein Blick kann der Anfang von allem sein. Entdecken Sie unsere Schützlinge und stellen Sie ganz unverbindlich eine Anfrage – wir begleiten Sie Schritt für Schritt.
Das Team im Asyl Spas
Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr …
… kaufen sie – dort, wo es gerade am günstigsten ist – altes Brot, Nudeln und Reis zum Untermischen unter das Futter. Manchmal müssen weite Wege gefahren werden, um angebotenes Trockenfutter und andere Futterzusätze abzuholen. Wenn daheim in der Futterküche des Asyls alles gekocht ist, gilt es rund 400 hungrige Mäuler zu stopfen. Sind alle satt, werden die Schüsseln aus den Gehegen geholt und für die nächste Mahlzeit gesäubert.
… reinigen sie die Gehege in den Außenbereichen. Betonierte Zwinger können abgespritzt, in allen übrigen müssen die Fäkalien aufgesammelt werden. Auch die Räume und Einzelboxen in den Innenbereichen sind mühsam von Hand zu säubern.
… fahren sie oft mehrmals täglich in die Tierklinik, zum Beispiel für Kastrationen, Operationen und die Notversorgung von Hunden, die schwer verletzt und verängstigt nach Autounfällen, Misshandlungen und ähnlichem in ihre Obhut übergeben werden. Auch im Asyl gehört es zu den täglichen Aufgaben, Verbände zu wechseln, Infusionen und Medikamente zu verabreichen. Die Sorge ums körperliche Wohl ihrer Schützlinge erfordert schon fast all ihre Kraft und Zeit. Doch stets schaffen sie es, sich in Stunden den traumatisierten Hundeseelen zuzuwenden, denen so Schlimmes widerfahren ist. Denn verlorenes Vertrauen lässt sich nur mit viel Zuwendung und noch mehr Ausdauer zurückbringen.
… werden ihnen verlassene Welpen übergeben, meist unterernährt, verletzt, verwahrlost, von Milben befallen, manche nur wenige Tage alt. Zeitweilig bis zu 65 der Kleinen zu versorgen erfordert viel Zeit und Mühe: Mehrmals am Tag werden sie gefüttert und die Säuglinge unter ihnen mit der Flasche aufgezogen. Doch das ist nicht alles: In der Kinderstube des Asyls wird gepflegt, geschmust, positiv geprägt und sozialisiert. Auch hochträchtige Hündinnen und Mütter mit Babys finden Aufnahme – von ihren Besitzern verstoßen, von der Straße geholt oder der Tötungsstation entrissen.
… machen sie sich auf, um Meldungen nachzugehen, die von ausgesetzten, verunglückten, vergifteten und angeschossenen Hunden berichten. Oft dauert es lange, die Tiere zu finden, die vor ihnen davonlaufen oder sich voller Angst und Panik verkriechen. Nur mit viel Geduld und Erfahrung, Mut und Ausdauer, aber auch Liebe und Verständnis gelingt es, den Tieren zu vermitteln: Komm zu mir, ich tue dir nichts, ich helfe dir.
… sprechen sie mit jenen, die ihre Tiere im Asyl abgeben möchten. Seltener kommen Menschen, um einen Hund zu adoptieren. Jede Frage aus der Bevölkerung wird beantwortet, denn Aufklärungsarbeit ist wichtig. Schulklassen und Kindergärten kommen zu Führungen ins Asyl. Ihnen wird vom Alltag erzählt und vieles gezeigt, es wird erklärt und sensibilisiert. Denn die Kinder von heute, sie werden es sein, die einst die Geschicke bestimmen und entscheiden. Auch in Funk, Fernsehen und Internet gilt es, die Arbeit im Asyl und das Ziel allen Engagements zu präsentieren. Der Tierschutz in Kroatien soll ins Bewusstsein gerückt, für ihn soll geworben, er soll besser werden.
… wird im Rathaus der Stadt Varazdin verhandelt, um die Kosten für den alltäglichen Strom und das Wasser zu decken. In vielen Bürostunden muss das Asyl verwaltet und der Betrieb mit den Veterinärämtern ebenso abgestimmt werden wie mit den staatlichen Tierschutzkommissionen.
… ist es das Allerschlimmste, wenn sie gemeinsam mit einem Tier gekämpft, es lieb gewonnen, ins Herz aufgenommen, bis spät in die Nacht umsorgt – und schließlich doch verloren haben. Dann loszulassen, den Verlust auszuhalten, den Kummer mit in den Schlaf zu nehmen und trotzdem an jedem Morgen neuen Mut zu schöpfen … Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
All das wird von wenigen Frauen und Männern geleistet, unerschrocken, niemals nachlassend und immer mit dem Herzen dabei.
Sie sind die heimlichen Helden.

Gordana (Goga)

Veronika

Gordan

Nada

Lucija

Marko

Matija

Vlado

